Zwei Sieger und der unscheinbare Dritte
Was zu Beginn der Poetry Slam Stadtmeisterschaft in der Produktion am Dom so mancher nicht vermutet hätte, trat am Ende ein: Es gibt zwei Sieger, weil sich weder das Publikum, noch der Moderator eindeutig entscheiden mochten. Das salomonische Urteil war wenigstens gerecht, weil es zwei der besten Teilnehmer dieses Dichterwettstreits traf. Bereits am Ende der zweiten Runde wäre es beinahe zum Eklat gekommen, als sich zwar das Publikum sehr einig war, doch der Moderator nicht entscheiden mochte und aus lokalpatriotischen Gründen gerne einen Dritten ins Rennen geschickt hätte.
Dabei verblasste dieser Dritte neben den beiden Gewinnern und einem unverdient Unterlegenen blieb die Krone verwehrt — am Ende können eben nicht alle auf dem Siegertreppchen stehen. Auch und gerade dann, wenn sie Heimvorteil haben.
