Scheußliche Nachbarn
Es kann so schön sein zu hassen. Zumindest, seit es Internet gibt. Früher war „hassen“ ein mühsames Geschäft. Man steckte den Nachbarn Exkremente in den Briefkasten, schnippelte mühsam aus alten Zeitschriften Drohbriefe zusammen und übte vor dem Spiegel „Den bösen Blick“. Das World Wide Web hat das alles viel einfach gemacht, denn damit lässt sich das umsetzen, was schon unsere Vorfahren im tiefen Mittelalter als Erleichterung empfanden: das Subjekt des Hasses an den Pranger zu stellen.
